Bonusmaterial zum Buch

Erste-Hilfe-Karte Cyberangriff

Zehn Schritte für die erste Stunde. Ausdrucken, laminieren, sichtbar aufhängen.

Im Ernstfall zählen Sekunden, nicht die Zeit, den Laptop aufzuklappen. Die Karte fasst auf einer Seite zusammen, was in den ersten Minuten nach einem Cyberangriff zu tun ist, und in welcher Reihenfolge.

Sie ordnet zehn Schritte vier Phasen zu: sofort stoppen, sichern und dokumentieren, melden und kommunizieren, wiederherstellen. Am Fuß steht ein Feld für die eigenen Notfallkontakte. Eine Kontaktliste, die erst während des Angriffs entsteht, entsteht zu spät, und sie muss ohne IT-Zugang erreichbar sein, also auf Papier.

Ganz oben stehen die beiden Schritte, die im Ernstfall am häufigsten falsch laufen. Befallene Geräte kommen vom Netz, werden aber nicht ausgeschaltet: Im Arbeitsspeicher liegen Spuren, die beim Herunterfahren verloren gehen. Und es wird nichts selbst aufgeräumt, denn veränderte oder gelöschte Dateien erschweren die Spurensicherung, auf die später jede Aufklärung angewiesen ist.

Vorschau der Erste-Hilfe-Karte Cyberangriff: zehn nummerierte Schritte in den vier Phasen Sofort stoppen, Sichern und dokumentieren, Melden und kommunizieren, Wiederherstellung, darunter ein Feld für die eigenen Notfallkontakte.
Erste-Hilfe-Karte Cyberangriff, A4. Stand: September 2026.

Kostenfrei und ohne Anmeldung. A4, zum Ausdrucken und Laminieren.

Was die Karte nicht leistet

Sie ist kein Ersatz für einen Incident-Response-Plan. Sie ist das Blatt an der Wand für den Fall, dass der Plan gerade nicht erreichbar ist. Wer meldepflichtig ist, hat außerdem Fristen einzuhalten: Erstmeldung innerhalb von 24 Stunden, Folgemeldung nach 72 Stunden, Abschlussbericht nach einem Monat.

Quelle der Fristen: § 32 BSIG in der Fassung des NIS2-Umsetzungsgesetzes.

Weiter im Thema

Wenn aus der Karte an der Wand ein geübter Prozess werden soll:

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